Call for papers for a housing research workshop at the sociology conference in Vienna 2021

Together with Matthias Bernt (Leibniz Institute for Research on Society and Space), I’m co-organizing a session at the upcoming DGS ÖGS Soziologiekongress in Vienna in August 2021. I’m posting the call below. Abstract deadline is April 30.

Wohnungskrise – Wohnungspolitik

Ad-hoc Session auf dem DGS ÖGS Soziologiekongress 2021 in Wien, 23.-25.8.2021
Matthias Bernt (Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner b. Berlin)
Justin Kadi (Technische Universität Wien)

Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Mangels an bezahlbarem Wohnraum erlebt die Wohnungsforschung derzeit eine konjunkturelle Hochphase. Dies geht einher mit einer starken Politisierung des Themas und kontrovers diskutierten wohnungspolitischen Reformversuchen (z.B. Berliner Mietendeckel, Wiener Flächenwidmungskategorie Geförderter Wohnbau).
Gleichzeitig ist die Forschung nach wie vor fragmentiert in viele Einzelfelder. Beiträge, die sich makrosoziologisch der Betrachtung ganzer Länder widmen stehen dabei neben Studien, die sich mit der Entwicklung einzelner Stadtteile beschäftigen (bspw. zu Gentrifizierung). Perspektiven der kritischen Stadtforschung reiben sich mit stark anwendungsorientierten Beiträgen, kultursoziologisch inspirierte Arbeiten finden sich neben Beiträgen zur Rolle des Wohnens in sich verändernden wohlfahrtstaatlichen Arrangements. Auch in methodischer Hinsicht (quantitative, ökonometrische, interpretative oder qualitativ-hermeneutische Herangehensweisen) ist das Feld stark gegliedert. Vielen Studien fehlt zudem eine Anbindung an gesellschaftstheoretische Rahmungen.

Vor diesem Hintergrund zielt die vorgeschlagene Session auf eine Vernetzung soziologischer Wohnungsforschung. Wir laden Beiträge ein, die den aktuellen Wandel der Wohnraumversorgung empirisch und/ oder konzeptionell untersuchen und neue Perspektiven auf das Spannungsfeld zwischen Wohnungskrise und Wohnungspolitik anbieten. Dabei sind wir insbesondere an Beiträgen interessiert, die Verbindungen zwischen Wohnungsforschung und gesellschaftlichen Makrothemen wie Globalisierung, Neoliberalisierung, Finanzialisierung, der Digitalisierung, dem Aufkommen post-politischer Governancearrangements, der Rolle sozialer Bewegungen, oder der aktuellen COVID-19 Pandemie herstellen. Geplant sind vier Vorträge á 15-20 Minuten mit 10-15 anschließender Diskussion. Mögliche, aber nicht ausschließliche Themen sind:

  • Wohnen und soziale Ungleichheit
  • Digitalisierung und Wohnen
  • Globalisierung, Neoliberalisierung und Finanzialisierung des Wohnens
  • Veränderungen der Wohnungspolitik
  • Wohungsbezogene soziale Bewegungen
  • Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf Wohnsituation und Wohungspolitik

    Wir bitten Sie, Ihren Vortragstitel und Ihr Abstract (max. 2.400 Zeichen inkl. Leerzeichen) bis zum 30. April, 23:59 Uhr online dem Kongressbüro zu melden. Der Link lautet: https://www.conftool.pro/soziologie-kongress-2021. Für inhaltliche Rückfragen bitte eine Mail an matthias.bernt@leibniz-irs.de oder justin.kadi@tuwien.ac.at
    Hinweise der Kongressorganisation zur Abstracteinreichung: Sie müssen sich in conftool für die Einreichung registrieren. Die Registrierung ersetzt nicht die Anmeldung zum Kongress – bitte melden Sie sich im Vorfeld des Kongresses außerdem zum Kongress an. Weitere Informationen dazu finden Sie ab Ende April auf der Kongresshomepage (https://kongress-dev.soziologie.de/anmeldung). Bitte achten Sie bei der Meldung Ihres Beitrages darauf, die korrekte Session auszuwählen. Das Team des Kongresses erstellt bis Ende Mai einen Programmplan, der auch auf der Homepage des Kongresses veröffentlicht wird. Bitte beachten Sie, dass Sie in maximal zwei Veranstaltungen auf dem Kongress einen Vortrag halten dürfen – maximal einer darf ein Vortrag in einer Plenarveranstaltung sein. Es zählen hier auch Co-Autor*innenschaften – das Kongressbüro prüft dies nach. Fragen zur Beitragseinreichung beantwortet Stefanie Pawlak (help@sozkongress2021.at).